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XXXLutz feiert 75 Jahre Jubiläum

Von der kleinen Möbeltischlerei in Haag am Hausruck zur Nummer 2 der Welt.

Im Jahr 1945 wurde XXXLutz (damals noch LUTZ genannt) im oberösterreichischen Haag am Hausruck von Gertrude Seifert gegründet. Aus dem kleinen Handwerksbetrieb wurde nach und nach ein Möbelhändler, der mit Eintritt der Söhne Richard und Andreas Seifert in den 1970er Jahren, zu expandieren begann.

1945: Zum Start erfolgreich mit bemalten Bauernmöbeln

In den darauffolgenden Jahren wurde die Produktion erweitert. Die Fima Lutz produzierte neben kunstgewerblichen Gegenständen auch bemalte Bauernmöbel. Diese Möbel wurden von Tischlereien aus der Region hergestellt und von angestellten Künstlern nach alten Vorlagen bemalt.

1970 bis 1990: Beginn der Expansion mit dem Eintritt der beiden jüngsten Söhne

Im Jahr 1970 kam der vorletzte Sohn der Familie, Dr. Richard Seifert, als Praktikant in die Firma seiner Mutter. Ein Jahr später entschloss sich Richard mit seinem jüngeren Bruder, Mag. Dr. Andreas Seifert, die Firma gemeinsam zu übernehmen. Richard Seifert hatte begonnen Werbung über Prospekte, Plakate und Inserate zu streuen, das Verkaufspersonal aufzustocken und einen noch aggressiveren Preiskurs als seine Mutter zu fahren. Außerdem wurde 1975 in Österreich die erste Filiale in Marchtrenk, weitere Filialen 1976 in Wels und 1978 in Attnang-Puchheim eröffnet. Die Firma kam also beachtlich in Schwung und erzielte 1978 bereits einen Umsatz von 114 Mio. Schilling (8,26 Mio. €), immerhin den achteinhalbfachen Umsatz gegenüber 1970.

Im Jahr 1980 wagte sich die Firma mit einem Möbelhaus in St. Florian bei Linz an einen ersten großen Neubau. Mit nun 180 Mitarbeitern wurde ein Umsatz von ca. 200 Mio. Schilling (14 Mio. €) erwirtschaftet. Es folgten weitere Filialen, u.a. in Wien, Graz und Innsbruck.

1978 wurde die Zentrale vom Stammhaus Haag am Hausruck nach Wels verlegt, wo bis heute mehr als 1.000 Mitarbeiter die Geschicke der XXXLutz Gruppe leiten.

1989: Die Entstehung des Möbeldiskonters Möbelix

Im Jahr 1989 wagte sich Lutz nochmals auf neues Terrain, nämlich auf das des Möbeldiskonts und eröffnete in St. Florian den ersten Möbelix-SB-Möbelmarkt. Heute ist Möbelix der mit Abstand größte Möbeldiskonter in Österreich.

Der Weg zum Marktführer in Österreich durch rigorose Preisführerschaft

Im Jahr 2000 führte das Unternehmen dann 36 Lutz-Möbelhäuser und 26 Möbelix-SB-Märkte. Der Gruppenumsatz stieg in den 10 Jahren von 1990 bis 2000 von 126 Mio. auf 1,088 Mrd. € und brachte letztendlich die Marktführerschaft im österreichischen Möbelmarkt

1999 wurde LUTZ zu XXXLUTZ umbenannt: Alles bei XXXLutz soll – hervorgehoben durch das XXXL im Namen – größer und besser sein als es der Konsument am Möbelmarkt gewohnt ist.

 Der deutsche Markt im Focus der Lutz-Gruppe

Parallel dazu lief der Eintritt in den deutschen Möbelmarkt: Am 01. Januar 1990 wurde die Firma Möma in Braunschweig übernommen. Es folgte eine Vielzahl von Firmenzukäufen und Neubauten, die die Lutz Gruppe schließlich auch in Deutschland zu einem der drei größten Möbelhändler machten. Die Strategie war goldrichtig. Deutschland ist Möbelweltmeister mit dem höchsten pro Kopf Ausgaben im Bereich Möbel und Einrichten, dazu kam, dass der Möbelhandel lange Zeit nur sehr regional besetzt war und die Konkurrenten wenig Interesse an flächendeckendem Wachstum zeigten.

2000 bis 2010: Vom österreichischen Marktführer zum europaweiten Player

Das neue Jahrtausend begann mit einem Paukenschlag für die deutsche Möbelbranche. Am 01. Januar 2000 übernahm die XXXLutz-Gruppe die beiden riesigen Möbelhäuser von Neubert in Würzburg und Hirschaid, beide mit Rekordverkaufsflächen von fast 60.000 m². Durch Neubert wurde XXXLutz außerdem Mitglied des Begros-Einkaufsverbandes, dem größten Einkaufsverband der Branche weltweit. In der Folge kam es zu vielen weiteren Firmenübernahmen in Deutschland: Möbel Engelhardt in Haßfurt 2002, Siegle in Stuttgart 2003, Karstadt in München 2004, Bierstorfer in Heilbronn 2005 und zu Neubauten in Friedrichshafen 2002 und Nürnberg 2004.

2005 wurde das Bundesland Baden-Württemberg durch den Kauf der Mann-Mobilia-Möbelhausgruppe erobert. Die sechs riesigen Möbelhäuser wurden noch im selben Jahr durch die Neueröffnung eines weiteren Hauses in Eschborn bei Frankfurt ergänzt. XXXLutz wurde so bei den verkaufswilligen Unternehmern in der Branche zur ersten Adresse und dies führte auch dazu, dass die Firma Hiendl, mit sechs großen Möbelhäusern in Bayern, 2007 an XXXLutz verkauft wurde.

2002: Mömax – Das Trendmöbelhaus wird gegründet

Was neben XXXLutz und Möbelix noch fehlte, war ein modischer Möbeldiskonter, analog zum weltweit erfolgreichen Ikea. Im Jahr 2002 entstand der erste Prototyp des Wohnmodemarktes „Mömax“ in Dornbirn/Österreich. Weitere Märkte folgten in kurzen Abständen. Ende 2008 waren bereits 23 Mömax-Märkte in Österreich und Deutschland am Netz.

 2007: Die Expansion in die osteuropäischen Länder

Der gute Erfolg des SB-Marktes in Budweis/Tschechien, der als Zugabe mit der Braunsberger-Möbelhausgruppe erworben worden war, führte dazu, dass ab Anfang 2007 konkrete Aktivitäten auch in diesen Ländern gesetzt wurden. Im Januar 2007 wurden vier Filialen vom ehemaligen Europa-Möbel in Tschechien und der Slowakei übernommen und im Jahr 2008 auf Möbelix umfirmiert. 2008 kamen zwei SB-Märkte in Ungarn dazu. Ab diesem Zeitpunkt kam die Expansion in den CEE-Ländern richtig ins Laufen.

2010 bis 2020: Expansion in insgesamt 13 europäischen Ländern und Start von 15 Onlineshops

Der Start des Jahrzehnts war geprägt von den Landeseintritten mit XXXLutz in Tschechien und Schweden. Hinzu kam die Übernahme von Lesnina in Slowenien und Kroatien; damit war man in diesen beiden Ländern vom Start weg flächendeckend vertreten. Es folgten die Markteintritte mit Mömax 2012 in Slowenien und 2013 in Ungarn. Nachdem bereits mit Möbelix (2005) und Mömax (2009) im Onlinebusiness Fuß gefasst wurde, kam 2014 der erste XXXLutz Onlineshop hinzu. 2015 erfolgten die Zukäufe von Zürbrüggen, Sonneborn und die Beteiligung bei Möbel Mahler in Deutschland. Ebenso gelang der Markteintritt in Bulgarien (AIKO). Der Markteinritt in der Schweiz gelang 2017 mit der Eröffnung von XXXLutz in Rothrist. 2018 wurde Poco in den GIGA Einkaufsverband integriert. In Kroatien und Rumänien wurden jeweils die ersten Mömax Trendmöbelhäuser geöffnet.

Das Jahr 2019 war das Rekordjahr in der Firmengeschichte: Übernommen wurden 22 Kika Einrichtungshäuser in Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Rumänien. Hinzu kam eine 50 % Beteiligung an Möbel Roller. Der Gruppenumsatz stieg von 4,4 Mrd. Euro auf 5,1 Mrd.

Es folgte die Übernahme von 20 Möbel Pfister Standorten sowie der 3 Einrichtungshäuser Hubacher, Egger und Svoboda. Der grundsätzlichen Einigung im Oktober 2019 folgte nun die finale Klärung der Details und es wurden nunmehr alle Verträge unterzeichnet.

2020: Mit vollem Elan ins 75-jährige Jubiläumsjahr

„Wir starten mit vollem Elan in das XXXLutz Jubiläumsjahr und werden vor allem auch 2020 die Preise am Markt vorgeben und gemeinsam mit unseren Standortländern unser 75-jähriges Bestehen feiern“, so Mag. Thomas Saliger, Unternehmenssprecher der XXXLutz Gruppe. “Zudem stehen die Markteintritte für Mömax in Polen und der Schweiz bevor. Die osteuropäischen KIKA Einrichtungshäuser werden im Laufe des Jahres auf XXXLutz umgebrandet“, so Saliger weiter.

XXXLutz ist in den 75 Jahren seines Bestehens stetig gewachsen und ist heute mit 320 Möbelhäusern in 12 Ländern der zweitgrößte Möbelhändler der Welt.

Die XXXLutz Unternehmensgruppe betreibt über 320 Einrichtungshäuser in zwölf europäischen Ländern (Österreich, Deutschland, Tschechien, Ungarn, Slowenien, Slowakei, Kroatien, Rumänien, Bulgarien, Schweiz, Schweden und Serbien) und beschäftigt nun mehr als 25.700 Mitarbeiter. Mit einem Jahresumsatz von 5,1 Milliarden Euro ist die XXXLutz Gruppe der zweitgrößte Möbelhändler der Welt. Zudem werden bereits 15 Onlineshops in den Vertriebsschienen XXXLutz, Möbelix und Mömax betrieben. Bereits fix ist der Markteintritt von Mömax in Polen. Ab Februar ist die XXXLutz Gruppe damit in dreizehn europäischen Ländern vertreten. Mömax selbst ist derzeit in Österreich, Deutschland, Kroatien, Slowenien, Ungarn, Rumänien und Bulgarien vertreten.

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